Splash !!! Bang !!! Rumpel !!!

Was sich auf den ersten Blick wie eine Menge Krach liest ist in Wirklichkeit umgesetzte Onomatopoesie. Wie, ihr kennt das Wort nicht? Argh, Schreck! Aber sicher habt ihr es schon so oft gesehen, dass ihr bestens mit seiner Bedeutung vertraut seid. Den Onomatopoesie ist nichts anderes als die Nachahmung von Lauten mit Sprache, wie sie so häufig in Comics verwendet wird. Wenn also irgendwo ein „Bell Bell“ ertönt kann man sich sicher sein, dass ein Hund nicht weit entfernt ist. Im Deutschen ist das schöne Wort Onomatopoesie auch als Lautmalerei, Lautnachahmung oder Schallwortbildung bezeichnet worden, aber warum unnütz komplizieren, Schreck! – wo Onomatopoesie doch so klar und eindeutig ist.

Onomatopoesie

Onomatopoesie

Kreativ wie unsere lieben Comicautoren nun einmal sind, haben sie natürlich auch gleich eine ganze Menge eigener Begriffe erfunden, die allerdings mittlerweile längst zum Allgemeinverständnis gehören. Ein immer großgeschriebenes ZABADONG lässt niemanden großartig Grübeln, und ein ZZZZZZZ oder ein ZASS sind auch verständlich. Während es in der Onomatopoesie also Wörter gibt, die Empfindungen ausdrücken, wie “Seufz”, “Heul” oder “Schluck”, gibt es auf der anderen Seite Fantasiewörter mit denen von Schnelligkeit bis Schlaf alles mögliche vermittelt wird. Sehr beliebt sind die Wortgebilde im Hause Disney, aber auch in fast allen Superheldencomics kann man Onomatopoesie finden. Ich habe mal aus Spaß ein paar Tage lang alle Onomatopoesie Ausdrücke aufgelistet die in meinen Comics vorkommen, und dabei kam eine echt lustige und lange Liste zusammen. Ich habe euch hier mal einige Favoriten zusammengestellt:

Rülps
Stöhn
Hechel
Mampf
Knutsch
Harhar
Kicher
Buhu
Brüll
Hmpf
Sülz
Dideldü

Jeder Ausdruck hat dabei eine ganz eigene Bedeutung und dürfte von allen Comicfans sofort verstanden werden. Nur wer sich mit Comics überhaupt nicht auskennt kann Probleme beim Verständnis bekommen.

Sehr interessant ist auch zu sehen, wie die Onomatopoesie in Handynachrichten Einzug hält. Da es sehr schwierig ist bestimmte Dinge mit Worten auszudrücken gibt es immer mehr Personen, die auch mal ein „Ächz“ oder „Umpf“ in eine SMS einfließen lassen. Das ist Populärkultur in reinster Form. Egal ob Körpergeräusche, Gefühle, gesprochene Sprache (Laber), Tierlaute oder Umgebungslaute (tatütata), alles wird per Onomatopoesie ausgedrückt. Eine Bekannte hat mir letztens aus ihrer Bank eine Nachricht geschickt, als sie dabei war ein kostenloses Girokonto zu eröffnen und das las sich folgendermaßen: „Bin in der bnk, $$$-Konto eröffnen“. Ich verstehe dass ältere Leute Probleme damit haben können, Nachrichten junger Menschen zu verstehen.

Lustig ist es auch, wenn man zum Beispiel mal Comics aus anderen Ländern anschaut und speziell auf die Onomatopoesie achtet. Da bestimmte Laute in unterschiedlichen Sprachen anders ausgedrückt werden kann man deutliche Unterschiede finden. In deutschen Comics machen Vögel „tschiep, tschiep“, in japanischen „pyu, pyu“. Und der Hahn kräht spanisch „quiquiriquí”, auf Englisch jedoch “cock-a-doodle-doo”.