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Asterix der Gallier

Heute möchte ich hier im Blog mal auf einen der absoluten Klassiker des europäischen Comics eingehen: Asterix von Rene Goscinny und Albert Uderzo. Der tapfere Gallier hat es nicht nur zu mittlerweile 36 Bänden gebracht, sondern sich auch ganz schnell und ganz tief in die Herzen der Comicfans gespaßt. Seit über 50 Jahren sorgen die amüsanten Geschichten des Galliers und seiner Freunde für Spaß, und viele Geschichten haben den Comicfans die Geschichte der Welt näher gebracht. In Bänden wie Asterix und Kleopatra, Asterix bei den Briten, Asterix auf Korsika, Asterix bei den Schweizern oder Asterix bei den Belgiern wurden so viele Eigenarten der jeweiligen Länder verarbeitet, dass sich diese tiefer in das kollektive Bewusstsein der jugendlichen Leser gegraben haben als jeder Geschichtsunterricht in der Schule. Asterix Leser weltweit wissen, warum die Sphinx keine Nase mehr hat, und auch das Käsefondue ist ihnen ein Begriff. Einige Asterix Comics wurden angeblich sogar schon im Fremdsprachenunterricht verwendet.

Asterix der Gallier

Die Geschichten spielen alle im Jahr 50 vor Christus und Ausgangsort ist in den meisten Bänden das niemals namentlich genannte Dorf in Gallien. Dank dem Zaubertrank des Druiden Miraculix haben die Bewohner des Dorfs unglaubliche Kräfte und können sich so den zahllosen Eroberungsversuchen durch die Römer wehren. Und von dem kleinen Dorf an der heutigen französischen Küste ziehen Asterix und sein Kumpel Obelix immer wieder in die unglaublichsten Abenteuer. Oft werden sie dabei von anderen Dorfbewohnern wie

  • dem Hund Idefix
  • dem Druiden Miraculix
  • ihrem Häuptling Majestix
  • oder dem Dorfmusiker Troubadix

begleitet. Viele andere Dorfbewohner tauchen regelmäßig auf und sorgen für immer wiederkehrende Pointen um stinkenden Fisch und schlechten Gesang. Das Duo mit dem pfiffigen Asterix und dem großen und tollpatschigen Obelix hat die halbe Welt erobert und die Asterix Comics wurden in 107 Sprachen übersetzt. Mehrer Kinofilme, sowohl Animationsfilme als auch mit echten Darstellern, haben den Comicstar auch auf die große Leinwand gebracht, und natürlich hat er dort genauso begeistert wie auf dem Papier.

Asterix der Gallier1

Berühmte Kunstwerke sind in Asterix ebenso zu finden wie Anspielungen auf bekannte Persönlichkeiten. Dabei reicht die Liste von Schauspieler Arnold Schwarzenegger (Gallien in Gefahr) über die Beatles (Asterix bei den Briten) bis zu Wilhelm Tell (Asterix bei den Schweizern). Wiederkehrende Personen wie eine Horde Piraten, die jedes Mal versenkt werden, sind ein ebenso vielgeliebter Running Gag wie die nicht gerade freundliche Behandlung von Troubadix, der am Ende jedes Abenteuers am Singen gehindert wird.

Die letzten beiden Bände „Asterix bei den Pikten“ und „Der Papyrus de Cäsar“ wurden nicht mehr von den ursprünglichen Autoren verfasst. Rene Goscinny verstarb bereits 1977 und Uderzo, der die Reihe alleine weitergeführt hatte, zog sich 2011 aus dem aktiven Comicgeschäft zurück. Der Erfolg der Serie bleibt jedoch unverändert, insgesamt wurden bis 2013 weltweit über 350 Millionen Asterix Bände verkauft.

 

Hägar der Schreckliche – mein Star unter den Comic-Strips

Comic-Stripes sind für uns mittlerweile alltäglich. Ich finde sie im Internet, in Zeitungen, als Bücher oder Hefte. Den ersten Comic-Stripe, den ich gelesen habe, hat mir mein Patenonkel geschenkt. Es war ein Asterixheft und der Titel hieß: Asterix in Spanien. Vorher kannte ich keine Comic-Stripes. Ich habe das Heft mit meinen Augen verschlungen und diese Art von Literatur gefiel mir. Ich habe mir dann von meinem Taschengeld weitere Asterix Comics gekauft. Im Laufe der Zeit entdeckte ich weitere Comic-Stripes, die mich faszinierten. Donald Duck fand ich klasse. Mickey Mouse fand ich dagegen schrecklich langweilig. In den zwei Tageszeitungen, die mein Vater las, fand ich auch Comic-Strips. Da war in der Münchner Abendzeitung jeden Tag Herr Hirnbeiß. Er war ein typischer Münchner Grantler. Der Witz aus diesem Comic-Stripe hat immer etwas mit dem Tagesgeschehen in München zu tun. Ich finde diese Figur einfach herrlich sarkastisch und charmant. Als echter Hesse bin ich natürlich auch ein Fan von Asterix babbelt hessisch, wie z. B. in dem Buch Die habbe en Dubbe, die Hesse! aus dem Egmont Ehaba Verlach Berlin.

Wikingerschiff

Wikingerschiff

Später entdeckte ich in unserer örtlichen Zeitung Hägar der Schreckliche. Ein Comic-Stripe, der das schwere Leben eines Wikingers zeigt – nicht nur in deutschen Zeitungen, sondern in etlichen Bücher-Bänden. Anstatt wie ein Wikinger seiner Zeit zu rauben und zu plündern, muss er sich mit den Tücken des Alltags herumschlagen. Er streitet sich mit seiner Ehefrau Helga, die eigentlich in der Beziehung die Hosen anhat. Es missfällt ihm, dass sich sein Sohn Hamlet mit Literatur beschäftigt, anstatt sich auf das typische Leben eines Wikingers vorzubereiten. Seine Tochter Honi, die sich nicht entscheiden kann, ob sie Kriegerin oder Gemahlin und Hausfrau werden möchte, taucht in diesem Comic auf. Dann ist da noch Sven Glückspilz, ein tollpatschiger kleiner Wikinger. Er ist der beste Freund von Hägar, immer freundlich, aber auch nicht der Hellste unter der Sonne. Als Pechvogel passieren ihm ständig Missgeschicke.

Dies ist ähnliches Wikingerschiff, wie es in den Comic-Stripes von „Hägar der Schreckliche zu sehen ist.

Ich habe Zuhause fast alle Bände von Häger. Dik Browne hat diese Comic-Figur 1973 erfunden. Nach seinem Tod führt sein Sohn Chris Browne den Comic-Strips fort. Man kann sich im Internet Comic-Stripes von ihm ansehen. Es wurde 1989 ein kurzer Zeichentrickfilm gedreht und auch als Video auf den Markt gebracht. Ich selbst kaufe mir am liebsten nach wie vor die kleinen Comicbücher.