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Todd McFarlane

In meinem heutigen Beitrag möchte ich mich einem der berühmtesten Figuren der amerikanischen Comicszene der 90er Jahre widmen: Todd McFarlane. Der kanadische Zeichner und Autor machte sich einen Namen in der Szene, als er begann den Marvel Erfolgstitel Amazing Spiderman zu zeichnen. Später gründete den unabhängigen Comicverlag Image und brachte mit Spawn eine der bestverkauften Comicheftreihe der Geschichte heraus. Seine frische Art zu zeichnen und Geschichten in unterschiedlichen Bildformaten zu erzählen, sowie die dynamischen Geschichten, sind mittlerweile Klassiker der Comic-Kultur.

marvel comic

marvel comic

Der 1961 in Calgary geboren McFarlane hat schon sehr früh sein Zeichentalent entdeckt und seine Jugend damit verbracht, seinen Stil zu verbessern und eigene Charaktere zu erfinden. Da er ein sehr talentierter Baseballspieler war bekam er ein Universitätsstipendium und begann Grafikdesign zu studieren. Ein Unfall beendet die Baseballträume und fortan konzentrierte sich Todd aufs Zeichnen. Ein Teilzeitjob in einem Comicladen gab ihm viel Gelegenheit, sich mit anderen großen Künstlern des Genres auseinanderzusetzen und er selbst gibt als Einflüsse Comicgrößen wie Jack Kirby, Frank Miller, John Byrne oder Alan Moore an. In der Highschool wurde „Spawn“ geboren, ein „untoter“ Antiheld der McFarlane viel später zu Weltruhm führen sollte. Seine Karriere in der Comicindustrie begann bei einem der großen amerikanischen Comicverlage, Marvel, wo er in den 80er Jahren begann die ersten Comics zu zeichnen. Da er bei Marvel nicht festangestellt war begann er fast zeitgleich auch für den zweiten großen Comicverlag, DC Comics, zu zeichnen. Unter anderem arbeitete er in dieser Zeit an den Heftreihen Coyote, Batman, Infinity, Inc. oder Hulk.

1988 begann McFarlane mit dem Autor David Michelinie die Marvel Erfolgsreihe The Amazing Spiderman zu übernehmen und insbesondere die Ausgabe 300 vom TASM ist noch heute ein viel gesuchtes Sammelheft. McFarlane revolutionierte die Art Spidermans Netz zu zeichnen und begeisterte die Fans mit neuen Schurken wie Venom. Der Einfluss von McFarlane auf Spiderman war so groß, dass ihm nach nur 30 Heften eine eigene Spiderman Heftreihe, schlicht Spiderman genannt, zugestanden wurde. Für diese Reihe übernahm er zusätzlich zum Zeichnen auch das Schreiben der Stories. Die erste Ausgabe von Spiderman verkaufte über 2,5 Millionen Kopien, ein unglaublicher Erfolg. Leider führten interne Streitigkeiten im Hause Marvel dazu, dass McFarlane nach 16 Ausgaben die Heftreihe, und Marvel, verließ.

todd mcFarlane

todd mcFarlane

Mit anderen Autoren gründete McFarlane Anfang der 90er Jahre den Comic Verlag Image Comics indem er seine eigene Kreation Spawn veröffentlichte. Die Heftreihe wurde ein voller Erfolg und sogar in Hollywood verfilmt. Viele der Vorbilder im Comicgeschäft wurden von McFarlane als Gastautoren eingeladen, nach einigen sehr erfolgreichen Ausgaben wurde die Reihe neuen Autoren und Zeichnern übertragen.

Neben dem Comicgeschäft begann sich McFarlane zusehend mehr für andere Geschäftsbereiche zu interessieren. Er führte unter anderem die Firmen

  • Todd McFarlane Productions
  • McFarlane Toys
  • McFarlane Entertainment
  • 38 Studios

und kaufte sogar eine Beteiligung an dem Baseball Team Edmonton Oilers. Obwohl er sich immer mehr auf die Produktion von Spielzeugen, Filmen und Videos konzentrierte gilt er nach wie vor als einer der ganz großen Stars der US Comicszene.

 
Dieser Beitrag wurde am November 29, 2015 in Marvel Comics veröffentlicht.

Berühmte Paare

Wie im echten Leben gibt es auch in der Comic-Welt Paare, die gemeinsam für die Entwicklung des Lebens des Hauptcharakters verantwortlich sind. Was wäre zum Beispiel Peter Parker ohne Gwen Stacy, Batman ohne Robin, Superman ohne Lois Lane, Asterix ohne Obelix oder Tim ohne Struppi? Der Partner vervollständigt den Hauptcharakter, gibt Geschichten neue Wendungen und zeigt außerdem, dass hinter jeder Comicfigur die Idee einer echten Person steckt. Oft sorgen die Paare dafür, dass man die „menschliche“ Seite eines Superhelden sieht. Die fast unmögliche Liebe zwischen Clark Kent und Lois Lane ist ein perfektes Beispiel dafür. Wäre Superman immer nur Superman, würden seinem Charakter ganz viele Ebenen fehlen. Aber gerade diese Ebenen sorgen dafür, dass sich so viele mit den Superhelden identifizieren.

berühmte paare

berühmte paare

Als Gwen Stacy in den Spiderman Comics starb war dies ein großer Schock für viele Leser. Und selbstverständlich mussten die Marvel Autoren dafür sorgen, die Figur des „Partners“ schnell zu füllen. Mit Mary Jane Watson wurde ein toller Charakter gefunden, der ebenfalls die Comics in eine neue Richtung leitete. Andere Paare wie Tim und Struppi sind einfach alleine nicht vorstellbar. Mit wem diskutiert Tim seine innersten Gedanken, mit wem teilt er Ideen und Verdachtsmomente? Ohne Struppi wäre die Comicreihe nur halb so lebhaft. Oder sollte Tim mal bei Start Dating nach einer Lebensgefährtin suchen? Ich weiß nicht…. Was denkt ihr?

 
Dieser Beitrag wurde am November 16, 2015 in Marvel Comics veröffentlicht.

Comic Verfilmungen

Einer der Hauptgründe, warum Comics derzeit wieder sehr aktuell sind, sind die zahlreichen Filme, die auf Basis von Comics gedreht werden. Egal welches Genre oder welcher Comicverlag, alle versuchen durch Filme neue und alte Kunden zu gewinnen. Einiger der Filme machen dabei richtig Spaß, andere dagegen verändern die Comicstory so sehr, dass sie echten Fans nie gefallen werden. Aber da die Filme ja nicht für den persönlichen Geschmack, sondern für eine breite Masse produziert werden, muss man halt mit dem Leben was so kommt. Comic Verfilmungen die mir persönlich sehr gefallen haben waren zum Beispiel:

Guardians of the Galaxy
Sin City 1 + 2
Die X-Men Filme
300
The Walking Dead

Eher mäßig fand ich dagegen die neuen Spiderman Filme, deren Hauptdarsteller dem vorherigen Spiderman Tobey Maguire nicht das Wasser reichen kann und deren Geschichten auch immer kindischer werden. Die Verfilmung von Kingsmen war mir auch zu dünn und der Versuch, durch eine übertrieben Gewalteinlage dem Film Action zu verleihen, war meiner Meinung nach voll daneben. Sehr angenehm überrascht hat mich Guardians of the Galaxy, der Film hatte alles was eine Comicverfilmung beinhalten sollte: eine tolle Story, passende Schauspieler, eine gute Umsetzung der Charaktere und ein sehr gut rekonstruiertes Surrounding. Der Film war gleichzeitig spannend, witzig und überaus unterhaltsam. Zählt man außerdem die Erfolge der X-Men, Avengers, Ironman und Capitan America hinzu wundert es nicht, dass die Firma Marvel Entertainment immer wertvoller wird. Ein Freund von mir, der regelmäßig Aktien kauft und vergleicht, hat sich letztens ein Paket Marvel Aktien gekauft. Geld verlieren wird er dabei sicher nicht.

Guardians of the Galaxy

Guardians of the Galaxy

Da wir alle von Peter Parker gelernt haben „With great power comes great responsibility“ können wir nur hoffen, das Marvel diese Macht einsetzt, um weiterhin großartige Filme zu produzieren. Die Liste der Superhelden ist dabei ja fast unendlich und was besonders Spaß macht, ist die Vernetzung von verschiedenen Titeln, wie zuletzt bei den Avengers und den Filmen der einzelnen Superhelden geschehen. Da insbesondere die jungen Generationen zum Comic hingeführt werden müssen ist es sehr wahrscheinlich, dass immer mehr Comicverfilmungen für Teenager produziert werden. Die Zielgruppe hat es auch schon geschafft, dass man von Vampiren geküsst, anstatt gebissen, wird. Aber solange noch ab und zu Perlen wie Guardians of the Galaxy veröffentlicht werden, ist die Welt für mich in Ordnung.

 
Dieser Beitrag wurde am Februar 24, 2015 in Marvel Comics veröffentlicht.

Marvel Comics

Von den zwei großen amerikanischen Comicverlagen für Superhelden, Marvel und DC, hat mir persönlich Marvel immer etwas besser gefallen. Die Figuren, die Marvel Gründer Stan Lee erfunden hat waren immer sehr sympathisch und hatten neben ihren absolut erstaunlichen Superkräften ihre ganz normalen menschlichen Probleme. Seit den 60er Jahren sind die Marvel Helden ein weltweites Phänomen und heute zählt Marvel Comics zu den größten Comic Verlagen weltweit. Für vier Milliarden Dollar wurde das Unternehmen 2009 von Disney aufgekauft. Dabei hat alles ganz bescheiden angefangen.

Als junge Kreative erfanden Autor Stan Lee und Zeichner Jack Kirby zuerst das Superhelden Team Die Fantastischen Vier, das sich schnell zu einem sehr erfolgreichen Titel entwickelten. Davon angespornt erfanden die beiden weitere Helden wie

Iron Man
Captain America
Spiderman
Hulk
Daredevil
Thor
Avengers und auch die heute so beliebten
X-Men

Stan Lee

Stan Lee

Das Superhelden Genre wurde ein Renner und viele andere Verlage kopierten die Marvel Erfolge. Weitere Künstler, die maßgeblich an der Geburtstunde der Original Marvelhelden beteiligt waren, waren Stev Ditko, Werner Roth, Bill Everett, John Romita Sr. und Don Heck. Immer neue Zeichenstile und immer interessantere Geschichten sorgten für immer mehr Comicfans die immer mehr Hefte kauften. Eine neue Kunstform fand ihre Fans.

In einem Interview im Jahr 2006 sagte Stan Lee „Ich habe nie geglaubt, dass Spiderman der weltweite Star wird, der er heute ist. Ich habe nur gehofft, das sich die Bücher verkaufen damit ich meinen Job behalte.“ Zum Glück hat Stan Lee alles richtig gemacht und den Verlag zu einem wahren Medien Imperium aufgebaut. Heutzutage findet man Marvel Stars als Zeichentrickfilme im Fernsehen, als Hollywoodfilme im Kino, als Spielfiguren im Spielzeugladen und als Abbildungen auf allen nur denkbaren Arten von Merchandising. Sogar Frauenkleidung mit Marvelmotiven wird angeboten, wie man unter anderem bei Rabattkode Nelly sehen kann. Marvel ist dazu ein weltweites Phänomen, es gibt kaum ein Land auf dieser Welt in dem die Marvel Stars nicht bekannt und beliebt sind. Und mit den aktuellen Kinofilmen wird der Erfolg noch weiter ausgebaut und gefestigt.

 
Dieser Beitrag wurde am Januar 21, 2015 in Marvel Comics veröffentlicht.

Klassische Comic-Helden

Oft, wenn ich an Comics denke, fallen mir Figuren ein, die eher Randpersonen in den verschiedenen Comics sind, die aber trotzdem eine ganz besondere Bedeutung haben. Einer meiner Lieblinge für alle Zeiten war und wird immer Spiderman sein, und oft wenn ich an die lange Geschichte dieses Comics denke, muss ich automatisch an Randfiguren wie die Folgenden denken:

Gwen Stacy
May Parker
J. Jonah Jameson
Flash Thompson
Der Geier
Der Sandmann oder auch
Harry Osborn

All diese Figuren haben so viel dazu beigetragen, dass Spiderman bis heute einer der ganz großen Klassiker ist, dass man den Autoren nicht genug dafür danken kann, sie erfunden zu haben.

Klassische Comic-Helden

Klassische Comic-Helden

Ganz besonders lustig war eine Spiderman-Charakter-Party, die wir vor gut zwei Jahren geschmissen haben. Jeder musste sich als seine Lieblingsfigur aus den Comicheften verkleiden und den ganzen Abend lang genau diesen Charakter so gut wie möglich darstellen. Einige meiner Freunde haben sich recht aufwändige Kostüme geschneidert, andere haben auf normalen Webseiten mit Katalogen und Angeboten wie zum Beispiel Rabattkode Nelly Klamotten gekauft, die farblich und vom Stil zum Charakter passen. Aber ganz egal woher die Sachen kamen, alle haben sich hervorragend in die jeweilige Person versetzt und die Charakterisierung so gut wie möglich durchgehalten. Der absolute Renner war mein Freund Peter, der sich als Tante May verkleidet hat und den ganzen Abend besorgt war, ob auch alle genug zu essen haben. Meine Freundin Gisela hat als Gwen Stacy eine sehr gute Figur gemacht und den Preis für die beste Kostümierung ging an einen entfernten Bekannten, der sich in wochenlanger Arbeit ein echtes Doktor Octopus Kostüm gebastelt hat. Alle sechs Arme waren voll beweglich und er sparte den ganzen Abend nicht damit, diese einzusetzen. Ich kann euch eine solche Kostümparty nur empfehlen, zum einen hat man eine Menge Spaß und zum anderen bekommt man ganz viel Gelegenheit, über seine Lieblingscomics und seine Lieblingscharaktere zu reden. Probiert es einfach mal aus.

 
Dieser Beitrag wurde am Januar 13, 2015 in Marvel Comics veröffentlicht.